25,8 Millionen Euro Fördergelder

Blick von St. Gertrud auf den Alten Markt in Richtung St. Pius: in den 70er Jahren. Foto:Alfred Winter

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 Blick von St. Gertrud auf den Alten Markt in Richtung St. Pius: in den 70er Jahren. Foto:Alfred Winter

 

Wattenscheid. Verein „Haus und Grund“ begrüßt alle Maßnahmen, die Wattenscheid aufwerten. Kontakt zu Stadtteilbüro aufnehmen. Bürgernahes Antragsverfahren

 

Insgesamt 25,8 Millionen Euro Fördergelder fließen im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ in den nächsten Jahren nach Wattenscheid. Anfang des kommenden Jahres wird das „Stadteilbüro Wattenscheid“ eingerichtet. Dort erhalten die Bewohner einen Ansprechpartner, der sie auch bei den umfangreichen Prozessen der Bürgerbeteiligung unterstützen wird. Das teilte jetzt auch Regierungspräsidentin Diana Ewert mit.

 

Hauseigentümer können sich bei der Instandsetzung von Gebäuden – auch bei Fassaden, Höfen und Freiflächen – fördern lassen. Private Eigentümer berät ab der zweiten Jahreshälfte ein Architekt im Stadtteilbüro.

 

Dazu Britta Siekhaus, Geschäftsführerin vom Verein „Haus und Grund“ in Wattenscheid, gestern im Gespräch mit der WAZ: „Unsere Mitglieder sind sehr interessiert an der Planung und Entwicklung und möchten natürlich weitere Informationen haben.“ Und: „Der Verein Haus und Grund steht gern zur Verfügung, den Mitgliedern bei der Antragstellung zu helfen und zu unterstützen.“ Siekhaus begrüßt die Einrichtung eines Stadtteilbüros, schon wegen der Nähe und Anbindung an Wattenscheid. „Wir sind froh über alle Maßnahmen, die Wattenscheid aufwerten“, sagt sie. Sobald das Stadtteilbüro eingerichtet sei, wolle der Verein „Haus und Grund“ Kontakt aufnehmen.


Vergabe der Mittel soll ein Beirat regeln

 

Ebenfalls soll ein Projekt zur städtebaulichen Kriminalprävention auf den Weg gebracht werden, um das Sicherheitsgefühl zu verbessern. Aus dem Regierungsbezirk Arnsberg hieß es: „Umplanungen sollen Angsträume im öffentlichen Raum vermeiden und das Image des Stadtteils verbessern.“ Jährlich stehen Gelder bereit, um Aktivitäten und Projekte zu finanzieren, die den Stadterneuerungsprozess unterstützen und Anwohnern zu Gute kommen. Die Vergabe der Mittel soll ein Beirat regeln. Ein bürgernahes Antragsverfahren ermöglicht es Einzelpersonen, Nachbargemeinschaften oder Einrichtungen, konkrete Projektideen zu finanzieren und umzusetzen – zur aktiven Mitgestaltung des eigenen Wohn- und Lebensumfelds.

 

Rund 4,1 Millionen Euro der von der Bezirksregierung bewilligten Fördergelder (u.a. Sanierung des Förderturms Zeche Holland mit 1,7 Millionen Euro sowie Sanierung der Pestalozzi-Realschule mit 800 000 Euro) kommen aus Landes- und Bundesmitteln. Für die Aufwertung der Parkanlage am Ehrenmal (543 600 Euro), die Modernisierung des Abenteuerspielplatzes Hüller Straße (1,125 Millionen Euro) sowie für das Stadtteilbüro (859 500 Euro) wurden Landes-, Bundes- und EU-Mittel bewilligt. Letztere werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt.

 

Ellen Wiederstein

(c) WAZ, derwesten.de, 05.01.2016