Aufschwung zentral steuern

2016 05 23 WAZ

Das Team des Stadtteilmanagements (v.l.) Karsten Schröder, Victoria Wildförster, Daniela Schaefers, Stadtteilarchitektin Katja Schlemper und Alexander Kutsch vor dem neuen Ladenlokal in der Wattenscheider Innenstadt.
Foto: Joachim Haenisch

Quartiersmanagement eröffnet Büro in der Innenstadt und stellt neue Stadtteilarchitektin vor. Großer Zulauf beim Start am Samstag.

Nun ist man dort angekommen, wo in den kommenden Jahren etwas bewegt werden soll. Das Stadtteilmanagement eröffnete am Samstag um 13 Uhr das neue Ladenlokal in der Innenstadt. Zwischen „Kleine Raupe“ und „Primavera“ gelegen, wird das Projekt „Soziale Stadt Wattenscheid“ zentral von der Westenfelder Straße 1 aus gesteuert. Zur Einweihung herrschte dichtes Gedränge.

„Angekündigt wurde genug, jetzt geht es ums Tun“, stellte Karsten Schröder stellvertretend für alle Quartiersmanager fest. Zusammen mit Alexander Kutsch ist er für das Planerische verantwortlich. Ihre Kolleginnen Victoria Wildförster und Daniela Schaefers (Awo Unterbezirk-Ruhr-Mitte) übernehmen soziale und gesundheitliche Aspekte: „Als Querschnittsthema betrifft Gesundheit alle Maßnahmen und ist mehr, als die Abwesenheit von Krankheit. Es geht ums Wohlbefinden“, konkretisierte Wildförster.


Beirat entscheidet über Projekte

Schaefers nahm den „Bürger-Verfügungsfonds“ in den Fokus: „Durch finanzielle Zuschüsse sollen bürgerschaftliche Projekte verwirklicht werden.“ Über die Vergabe der Mittel wird ein Beirat entscheiden, der je zur Hälfte aus Vertretern unterschiedlicher Zielgruppen sowie Bürger/innen bestehen wird. Interessierte trugen sich bereits am Samstag für das Ehrenamt ein. Ein Losverfahren entscheidet über die Auswahl der Mitglieder.

Nächster wichtiger Schritt: Das Quartiersmanagement stellte die neue Stadtteilarchitektin vor: Katja Schlemper (39, Kroos + Schlemper Architekten, Dortmund) ist ab sofort erste Ansprechpartnerin für Immobilienbesitzer: „Wir werden Eigentümer kontaktieren und individuelle Beratungstermine vereinbaren. Feste Arbeitszeiten sind nicht vorgesehen, wir sind aber jederzeit über das Büro zu erreichen“, so Schlemper.

Kernpunkte ihrer Arbeit werden die Vorstellung von Fördermaßnahmen, z.B. Hof- und Fassadenprogramm, sowie die Klärung aller Fragen zu förderfähigen Sanierungen, Anstrichen und Umgestaltungen (auch Grünflächen) sein.

Bezirksbürgermeister Manfred Molszich unterstrich: „Das neue Ladenlokal ist das erste sichtbare Zeichen, dass es jetzt ernst wird mit dem Stadtumbau. Ich wünsche allen Beteiligten eine glückliche Hand bei der Umsetzung unserer ehrgeizigen Ziele.“ Auch Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke blickt zuversichtlich nach vorne: „Es müsste vieles schiefgehen, damit wir nicht erfolgreich werden. Keiner arbeitet mit Scheuklappen und nur für die eigene Fachdisziplin, sondern interdisziplinär mit allen Partnern zusammen.“

Rund 18 000 Menschen wohnen im Erneuerungsgebiet, dessen Grenzen bei Förderanträgen bindend sind. Der Zulauf am Samstag zeigte: In den Köpfen der Bewohner, Vertreter von Vereinen und Verbänden (u.a. Heimat- und Bürgerverein, Seniorenbüro, Gertrudisschule) sowie der lokalen Politik ist die „Soziale Stadt“ samt Stadteilmanagement bereits angekommen und feierte einen Auftakt nach Maß. Nun gilt es umzusetzen, was das neue gelb-rote Logo ankündigt: „WAT bewegen“.

(c) WAZ 23.05.2016 Timo Gilke

 

Büro öffnet ab Montag an vier Tagen in der Woche

Das Büro öffnet an vier Tagen in der Woche: montags und donnerstags 9 bis 17 Uhr, dienstags 9 bis 15 Uhr, mittwochs 9 bis 19 Uhr. „Es kann schon mal vorkommen, dass das Büro während dieser Zeiten kurzzeitig nicht besetzt ist“, ergänzt Karsten Schröder mit Blick auf die festen Sprechzeiten: montags und donnerstags 12 bis 14 Uhr sowie mittwochs 17 bis 19 Uhr.


Zudem haben Bürger die Möglichkeit, telefonisch unter 02327/ 91 97 93 0 und per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Kontakt aufzunehmen, Fragen zu stellen, Anregungen zu liefern oder Termine zu vereinbaren, auch mit Stadtteilarchitektin Schlemper.


Bei der nächsten Mitgliederversammlung des Vereins „Haus und Grund“ ist das Stadtteilmanagement ebenfalls dabei. Am Mittwoch, 25. Mai, werden ab 19 Uhr im Kolpinghaus, Saarlandstraße 4, Konzepte präsentiert und erneut Gespräche gesucht.


Am 4. Juli findet eine Stadtteilkonferenz in der Alten Kirche am Markt statt. Weitere Info folgt.

Stadtteilmanagement eröffnet Büro in der Innenstadt

2016 05 14 WAZ

Das neue Stadtteilmanagement v.l.n.r.: Karsten Schröder, Daniela Schaefers und Victoria Wildförster (beide AWO) sowie Alexander Kutsch.

Foto: Gero Helm

 

Auftaktveranstaltung am 21. Mai. Das Team stellt sich im neuen Ladenlokal an der Westenfelder Straße 1 vor und informiert über Angebote und Konzepte. Beginn ist um 13 Uhr.

In einer Woche ist es soweit: Das Team des Stadtteilmanagements eröffnet am nächsten Samstag, 21. Mai, das neue Ladenlokal in der Westenfelder Straße 1. Zum Auftakt sind alle Bürgerinnen und Bürger, die Politik und Akteure des Stadtteils ins Büro in der Innenstadt eingeladen.

Zentrale Anlaufstelle

Im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt Wattenscheid“ stehen Victoria Wildförster, Daniela Schaefers (beide Arbeiterwohlfart Unterbezirk Ruhr-Mitte), Alexander Kutsch und Karsten Schröder (beide „Planungsgruppe Stadtbüro“) für Anliegen und Ideen der Bewohner zur Verfügung. Vom neuen Stadtteilbüro aus, direkt in der Fußgängerzone und nur wenige Schritte vom Verkehrsknotenpunkt August-Bebel-Platz entfernt, werden die vier zudem Kontakte in Richtung Verwaltung und Politik knüpfen und mit Verantwortlichen aus Wattenscheid Projekte entwickeln und umsetzen.

Um 13 Uhr begrüßen Bezirksbürgermeister Manfred Molszich und Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke die Gäste. Im Anschluss stellen die vier Ansprechpartner sich selbst sowie Projekte und Konzepte vor, die in den nächsten Jahren nachhaltig für die Stärkung der Innenstadt sorgen sollen.

Die Besucher können sich dann mit den „Räumlichkeiten des Stadtteilbüros vertraut machen und im persönlichen Gespräch tiefergehend über die Soziale Stadt Wattenscheid und die mit ihr verknüpften Maßnahmen“ informieren, so die Ankündigung. Das Ende der Veranstaltung soll offen gehalten werden, teilt Karsten Schröder mit: „Wir haben uns zwar einen Zeitrahmen bis ca. 16 Uhr gesetzt, werfen bei entsprechendem Zulauf aber natürlich keinen heraus.“

Am Montag, 23. Mai, nimmt das Büro dann ab 9 Uhr die reguläre Arbeit vor Ort auf: „Größere Umbauarbeiten sind nicht mehr nötig“, sagt Schröder. Die exakten Öffnungszeiten und weitere Kontaktmöglichkeiten werden am Samstag mitgeteilt. Auch ein neues Logo wird präsentiert.

Unter die Aufgaben des Stadtteilmanagements fällt u.a. auch der „Bürger-Verfügungsfonds“. Dieser soll durch finanzielle Anreize dazu beitragen, dass Projekte zur „Förderung der Gemeinschaft und Identität“ (z.B. Straßenfeste) durch Anwohner entwickelt, vorgeschlagen und letztlich umgesetzt werden sollen. Aktuell sind 609 000 Euro eingeplant.

Zudem wird in den nächsten Wochen ein „Stadtteilarchitekt“ das Team vor Ort verstärken und Fördermaßnahmen für Immobilieneigentümer, z.B. das „Hof- und Fassadenprogramm“, erklären, die mit bis zu 50 Prozent bezuschusst werden.

(c) WAZ 14.05.2016

Timo Gilke

Sanierungsansporn für Hausbesitzer

2016 04 21 WAZ

Schöne Hausfassaden haben die Hochstraße und auch die Bochumer Straße zu bieten. Foto: Gero Helm

 

 

 

 

 

Verein „Haus und Grund“ hat die neuen Quartiersmanager zur nächsten Mitgliederversammlung eingeladen. Sie wollen Rede und Antwort stehen

Vor allem die Hausbesitzer erreichen wollen die neuen Quartiersmanager, die bald ihr Domizil in Wattenscheid aufschlagen. Das Team um Karsten Schröder und Alexander Kutsch von der „Planungsgruppe Stadtbüro“ hat sich jetzt auch beim Verein „Haus und Grund“ vorgestellt. Britta Siekhaus, Haus- und Grund-Geschäftsführerin, sagte auf WAZ-Nachfrage, dass das erste Gespräch mit den Quartiersmanagern sehr informativ war.

„Haus und Grund“ hat das Team zur nächsten Mitgliederversammlung eingeladen. Diese findet am Mittwoch, 25. Mai, im Kolpinghaus an der Saarlandstraße statt. Britta Siekhaus: „Die Mitglieder kommen bereits um 18 Uhr zusammen. Ab 19 Uhr sind dann alle interessierten Bürger willkommen, ob Mitglieder oder nicht, sich den Vortrag der Quartiersmanager anzuhören und um Fragen zu stellen.“ Das Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes der Stadt und des Stadtteilmanagement „Soziale Stadt“ erklären das Förderprogrammen für private Immobilieneigentümer: Hof- und Fassadenprogramm sowie Modernisierung- und Instandsetzungsprogramm.

Hinzugezogen werde künftig ein Architekt, so kündigten die Stadtteilmanager an, um die Fassaden- bzw. weitere Erneuerungen zu besprechen. Bei der Instandsetzung und Modernisierung werde den Hauseigentümern eine kostenlose technische Erstberatung durch den Architekten angeboten. Das Fassadenprogramm sehe eine maximale Förderung von bis zu 50 Prozent vor. Für die Förderung bei Modernisierung und Instandsetzung gebe es ein Regelwerk mit Richtlinien.

(c) WAZ 21.04.2015

Ellen Wiederstein